A 1 A 2  Fertigstellung Kamener Kreuz

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Das Kamener Kreuz am 10.08.2009 Blick nach Nordosten (Luftbild: Hans Blossey)

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Vor dem Ausbau am 14. Oktober 2003 - Blick nach Norden (Luftbild: Hans Blossey)

Tiefensee: Weniger Staus am Kamener Kreuz

(BMVBS 25.08.2009) Der Aus- und Umbau des Kamener Kreuzes ist abgeschlossen. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee gab das Bauwerk heute gemeinsam mit Lutz Lienenkämper, Minister für Bauen und Verkehr des Landes NRW, für den Verkehr frei.

Tiefensee: "Mit täglich 160.000 Fahrzeugen gehört das Kamener Kreuz zu den am höchsten belasteten Autobahnkreuzen in ganz Deutschland. Deswegen bin ich besonders froh, dass wir den Neu- und Ausbau heute abschließen können. Der Bund hat hier 81 Millionen Euro investiert. Das Kamener Kreuz werden wir in Zukunft deutlich weniger in den Radio-Staumeldungen hören als bisher!
Mit den Konjunkturprogrammen I und II der Bundesregierung investieren wir bundesweit rund 1,8 Milliarden Euro zusätzlich in Bundesstraßen und Autobahnen. Kein Bundesland profitiert davon mehr als Nordrhein-Westfalen. Mit insgesamt 330 Millionen Euro aus den Konjunkturpaketen und zusätzlichen  Mautmitteln setzen wir in NRW 13 Straßen-Projekte schneller in Gang als ursprünglich geplant."
  
Zurzeit laufen vorbereitende Arbeiten für den sechsspurigen Ausbau des nächsten,  rund vier Kilometer langen Teilstücks der A 2 in östliche Richtung. Dafür investiert der Bund 39 Millionen Euro. Dieser Abschnitt wird voraussichtlich 2010 für den Verkehr freigegeben.

Winfried Pudenz 08
Wolfgang Tiefensee 17

Minister Tiefensee richtet besonders herzliche Worte an
die Frauen und Männer des Straßenbetriebsdienstes

Lutz Lienenkämper 32
Autobahnkreuz 85

Lutz Lienenkämper, NRW Verkehrsminister

Eine gute Nachricht für alle Autofahrer

Unterzeichnung 33

Die Minister Lutz Lienenkämper (l.) und Wolfgang Tiefensee (r.) unterzeichnen eine Vereinbarung zur Neuschaffung von Stellplätzen für Lastkraftwagen an Autobahnen

(Straßen.NRW 25.08.2009) Der Umbau des wohl bekanntesten Autobahnkreuzes der Republik ist abgeschlossen. Das neue Kamener Kreuz ist komplett sechsstreifig und hat eine eigene neue Verbindungsstrecke für die am stärksten frequentierte Fahrbeziehung von Hannover nach Köln. Das klassische vierblättrige Kleeblatt des Knotenpunktes der Autobahnen 1 und 2 ist damit perdu. Ein markantes blaues Brückenbauwerk überspannt jetzt die A 2 im Kamener Kreuz.
Zur feierlichen Verkehrsfreigabe konnte Straßen.NRW-Hauptgeschäftsführer
Winfried Pudenz am Dienstag den 25.08.2009 die Verkehrsminister von Bund und Land, Wolfgang Tiefensee und Lutz Lienenkämper, begrüßen, die beide nach Kamen kamen.
Die Anzahl der Fahrzeuge auf der Verkehrsdrehscheibe Kamener Kreuz hatte seit der Wiedervereinigung Deutschlands und der damit verbundenen Zunahme des Ost-West-Verkehrs enorm zugenommen. Zurzeit fahren täglich mehr als 150.000 Fahrzeuge über das Kamener Kreuz. Für das Jahr 2015 werden rund170.000 Fahrzeuge täglich prognostiziert.
Der Umbau hatte im Mai 2005 begonnen. Nach der Errichtung von drei Brücken im Bereich des Kamener Kreuzes bis zur Fußballweltmeisterschaft 2006 wurden die Umbauarbeiten im September 2007 fortgesetzt. Die reine Bauzeit für den Um- und Ausbau betrug 36 Monate. Straßen.NRW hat im Auftrag von Bund und Land hier 81 Millionen Euro in die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur investiert. Die Gesamtkosten liegen damit deutlich unter dem ursprünglich veranschlagten Gesamtkostenrahmen (- 7 Mio Euro).
"Die Fertigstellung des neuen Kamener Kreuzes ist ein Meilenstein für die Leistungsfähigkeit des nordrhein-westfälischen Autobahnnetzes", sagte Lutz Lienenkämper, Minister für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen.
"Dass wir nach 30 Jahren Planung diesen hoch komplexen Umbau schneller und günstiger realisiert haben als geplant, zeigt, wie gut das Baustellenmanagement beim Autobahnbau in unserem Land inzwischen funktioniert. Der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen und die beteiligten Unternehmen haben ihre Leistungsfähigkeit erfolgreich unter Beweis gestellt", betonte Lienenkämper. Straßen.NRW-Hauptgeschäftsführer Winfried Pudenz hofft, dass spätestens mit dem Abschluss der Bauarbeiten zum sechsstreifigen Ausbau der A 2 "das Kamener Kreuz seinen Status als Dauergast im Verkehrsfunk verlieren" wird. Die Streckenlängen des Ausbaus addieren sich auf 11,43 km, davon 1,84 km auf der A 1, 2,77 km auf der A 2 und 6,82 km auf den Kreisfahrten und Tangenten. Für das neue Kamener Kreuz musste das alte Kreuzungsbauwerk von A 1 und A 2 in einzelnen Teilschritten komplett unter Verkehr abgerissen und neu gebaut werden. Neue Bauwerke für die Unterquerung der A 1, für die Überfahrt über die A 2, mehrere Regenrückhaltebecken und ein neues Betriebsgebäude für die Pumpenanlage gehören zu dem komplexen Projekt.

Doppelte Bauzeitverkürzung
Schon bei der Ausschreibung der Baumaßnahme war für Straßen.NRW ein wesentlicher Aspekt, für den Um- und Ausbau des Kamener Kreuzes eine möglichst kurze Bauzeit zu erreichen. Ein Teil der insgesamt 81 Millionen Euro Baukosten wurde deshalb in die Beschleunigung der Baumaßnahme investiert. Im ersten Schritt wurde die Bauzeit bereits bei der Ausschreibung dem Wettbewerb unterworfen. Jeder Tag weniger Bauzeit ergab in der Ausschreibung einen Wertungsvorteil von 25.000 Euro pro Werktag. Die Bietergemeinschaft, die später den Auftrag erhielt, hat 52 Werktage Bauzeitverkürzung angeboten und dafür einen entsprechenden Wertungsvorteil erhalten.
Im zweiten Schritt kam eine sogenannte Bonus-Malus-Regelung für den zweiten
Bauabschnitt zur Anwendung. Dabei ist der maximal verfügbare Betrag beschränkt auf 5% der Abrechnungssumme. Da die Schlussabrechnung der Baumaßnahme noch nicht erfolgt ist, kann zum jetzigen Zeitpunkt keine abschließende Bonus-Malus-Bewertung vorgenommen werden. Ein maßgeblicher Zwischentermin wurde bereits 96 Tage früher erreicht. Entsprechend der vertraglichen Regelung werden dem Auftragnehmer für jeden Werktag vorzeitiger Terminerfüllung 15.000 Euro gezahlt.
Letztlich wurde die Baumaßnahme Kamener Kreuz trotz erforderlicher Mehrarbeiten und trotz eines wirklich harten Winters, in dem zwei Monate auf der Baustelle kaum gearbeitet werden konnte, rund einen Monat früher als geplant fertiggestellt.

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Gute Fahrt 69

Informationen zum Umbau auf zwei elektronischen Anzeigetafeln

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Zustand im Juni 2009 Blick Richtung Nordosten (Luftbild: Hans Blossey)

Arbeitsgemeinschaft Autobahngeschichte o9
Geschichte der deutschen Autobahnen_2016
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